Andorra
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von Max Frisch
Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.« Premiere 13. Februar 2026 / 19:30 Uhr Spielort Aula im Franz-Ludwig-Gymnasium, Franz-Ludwig-Straße 13 Weitere Vorstellungen 19., 21., 26. Februar, 12., 13., 14., 19., 20., 21., 25., 26., 27. März 2026 Beginn jeweils 19:30 Uhr, Einlass 18:45 Uhr Eintritt 27 € VVK / 28 € AK, Studierende & Schüler*innen 16 € VVK / 17 € AK |
Es spielen
Stephan Bach Felix D'Angelo Ursula Gumbsch Martin Habermeyer Juliane Ulmer Inszenierung Nina Lorenz Kostüme / Bühne Denise Leisentritt Musik Jakob Fischer Choreographie Johanna Knefelkamp Produktionsleitung Valentin Bartzsch Lichtdesign Benjamin Bochmann Vorverkauf
BVD Langestraße 39/41 0951/9808220 bvd-ticket.de Betten Friedrich Obere Königstraße 43 0951/27578 betten-friedrich.de |